Interview auf TamisBücherwelt

Die liebe Tamika hat mit mir ein Interview geführt. Dieses Mal geht es um Katzen, Irland und natürlich ums Schreiben und den „Seelenläufer“. Schaut mal rein.

2016-08-27

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Die lange Nacht der Autoren

Vor wenigen Augenblicken ist „Die lange Nacht der Autoren“ zu Ende gegangen. Vierzehn Stunden lang wurden Autoren und ihre Bücher vorgestellt, wurden prämierte Gedichte vorgetragen und Interviews geführt – und ich war ein Teil dieses tollen Ereignisses.

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Zunächst einmal möchte ich ein Kompliment an Radioplanet Berlin aussprechen, die mit unglaublich viel Herzblut dieses Spektakel auf die Beine gestellt haben. Ein Lob geht aber auch an die vielen Autoren, die ihre Beiträge oftmals mit großem Aufwand präsentiert haben. Und nicht zuletzt geht mein Dank an Writers Online, die uns diese tolle Möglichkeit eröffnet haben.

Für mich selbst war dies nicht nur ein Erlebnis, sondern auch eine Herausforderung. Bis dato habe ich lediglich meinen Kinder abends vorgelesen, von einer eigenen Aufnahme mal ganz zu schweigen. Also musste ich mich informieren, mit welcher Software und welcher Technik dies zu bewerkstelligen ist, habe gelernt, wie man eine Aufnahme durchführt, und habe begonnen, den Text Stück für Stück einzusprechen, nur um rasch festzustellen, dass dies alles andere als einfach ist.

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Einige Probedurchläufe waren von Nöten, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden war. Alexander Frost von Radioplanet war dann so lieb und hat noch etwas Hintergrundmusik eingefügt. Es ist ein erster Versuch, aber sicher nicht mein letzter, denn es gibt noch viel zu lernen und sicherlich auch noch das eine oder andere zu verbessern.

Wer jetzt auf das Ergebnis gespannt ist, kann es sich hier anhören. Ich wünsche viel Spaß dabei.

(Quelle: Radioplanet Berlin/1000Mikes)

Seelenläufer bei Radioplanet Berlin

Am 17.8.2016 veranstaltet Radioplanet Berlin seine nächste „Lange Nacht der Autoren“ und dort wird auch ein Ausschnitt aus „Seelenläufer“ zu hören sein.

Ich habe lange getestet und getüftelt, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden war. Seit gestern liegt die Aufnahme nun beim Sender. Die Bestätigung, dass auch ich dabei bin, habe ich schon erhalten.

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Die Möglichkeit, an der Lesenacht teilzunehmen, habe ich durch das Onlineportal Writers-Online erhalten, dem ich seit geraumer Zeit beiwohne. Dort stellen Autoren ihre Werke vor und jetzt eben auch einmal auf eine ganz andere Weise – gesprochen. Ich bin sehr dankbar hierbei mitwirken zu können, ist es auch für mich eine neue Erfahrung.

Hier der Trailer:

 

 

Writometer – eine App für die Schreibphase

Steht der Plot, geht es im nächsten Schritt darum, die Geschichte auf Papier zu bringen. Anschließend wird das Werk in diversen Überarbeitungsschritten im besten Fall zu einem kleinen Diamanten geschliffen. Beim ersten Entwurf geht es also noch gar nicht darum, alles perfekt zu machen, sondern einfach darum, den Plot zu verschriftlichen. Viele Autoren lieben diesen Schritt ganz besonders, viele scheitern aber genau daran, weil sie die Geschichte nie zu Ende schreiben. Den berühmten Hänger in der Mitte kennt sicher jeder Autor.

Heute möchte ich euch eine App vorstellen, die dem entgegenwirken kann. Ich nutze sie seit einer Woche und bin von ihr vom ersten Moment an überzeugt. Auf die kostenlose App bin ich durch Tinka gestoßen, die im Zuge des CampNaNoWriMo ihren aktuellen Schreibstand mithilfe dieser App gepostet hatte.

Warum ich so begeistert bin, hat zwei Gründe: Die App ist einfach zu bedienen und motiviert ungemein.

In wenigen Minuten ist ein Projekt angelegt. Darin vermerkt sind Arbeitstitel, tägliches und gesamtes Schreibziel und Startwortzahl, falls das Projekt bereits begonnen wurde.

Im Wesentlichen besteht die App aus 4 Bereichen: Projekt Overview, Writing Log, Writing Chart und Timer.

In der Übersicht wird der tägliche Fortschritt sowie der Fortschritt insgesamt angezeigt. Ein Smiley zeigt an, ob das Tagesziel erreicht wurde und ob man noch im Soll ist. Statistik-Fans finden hier weiterhin alle möglichen Übersichten, wie z. B. Fortschritts-Anzeigen, produktivste Tage etc. Im Writing Log kann man seine einzelnen Fortschritte einsehen und eintragen. Hier stehen Angaben wie Datum, Uhrzeit und Wörterzahl.

Die interessanteren Bereiche sind jedoch die Grafiken sowie der Timer. In den Grafiken kann man sich seinen Schreibfortschritt entweder in einem Block- oder einem Verlaufsdiagramm anzeigen lassen. Auf einem Blick sieht man dann, ob man sein Tagesziel erreicht hat, wie viele Wörter man an jedem Tag geschrieben hat und wie viele Wörter insgesamt bereits geschrieben wurden.

Die letzte und für mich wichtigste Funktion ist der Timer. Auf 25 Minuten und 500 Wörter voreingestellt, kann man hier seinen Schreibprozess regulieren. Startet man den Timer, tickt die Uhr rückwärts und meldet sich, wenn die Zeit abgelaufen ist. Dann öffnet sich ein Fenster, in dem man seine erreichte Wörterzahl eingeben kann. Diese erscheint dann sofort in sämtlichen Statistiken. Hat man das Schreibziel erreicht, bekommt man einen Bonuspunkt, den man gegen kleine Belohnungen eintauschen kann. Entweder man gönnt sich einen Keks oder man darf kurz mal ins Internet schauen. Für mich ist das Erreichen des Schreibziels jedoch Belohnung genug.

Bei einem Schreibziel von 1000 Wörtern täglich benötigt man also zwei Timerzeiten, um dieses zu erreichen. Übrigens kann man sowohl Schreibzeit als auch Wörterzahl an seine individuellen Bedürfnisse anpassen.

Ich hätte nie gedacht, dass mich eine App für das Schreiben motivieren kann. Doch diese hier tut es. Nicht nur weil sie in ihrer Einfachheit eine tolle Übersicht über den Fortschritt gibt, sondern auch weil sie am späten Vormittag daran erinnert, wie viele Wörter zum Erreichen des Tagesziels noch geschrieben werden müssen. Sie ist also auch eine App, die dem inneren Schweinehund sprichwörtlich in den Hintern tritt. Es funktioniert: Ich habe in dieser Woche 15000 Wörter geschrieben und die App hat viel dazu beigetragen.

Wer also gerade an einer Schreibblockade leidet oder sich schwer motivieren kann, sollte diese App unbedingt ausprobieren, wer gerne am NaNoWriMo teilnimmt, Challenges mag oder auf Statistiken steht ebenso. Und auch für alle anderen lohnt ein Blick.

Ein Hinweis muss noch gegeben werden: Die App gibt es bis dato noch nicht für Apple-Geräte. Leider.

 

Text überarbeiten – ein Tipp vom Meister der Meister

Ja, auch Goethe kam um das Überarbeiten nicht drum herum!

__________________ ein buch wie kings turm

Die Überarbeitung eines Manuskriptes ist auf gewisse Weise – so scheint mir – wichtiger als das Schreiben selbst. Denn erst mit dieser Heckenschere aus Kürzungen, Austauschen von Dopplungen, Plotstraffung oder einfach der Eliminierung von Fehlern wird aus einem Kraut-und-Rüben-Gewächs eine herrlich blühende Pflanze.

Einer meiner liebsten Ratschläge in dieser Hinsicht stammt direkt vom großen Meister: Laut Eckermann ließ der 81-jährige Goethe im Februar 1831 das Manuskript zu seinem Faust II binden,

“… damit es mir als eine sinnliche Masse vor Augen sei. Die Stelle des fehlenden vierten Aktes habe ich mit weißem Papier ausgefüllt, und es ist keine Frage, daß das Fertige anlocket und reizet, um das zu vollenden, was noch zu tun sei. Es liegt in solchen sinnlichen Dingen mehr als man denkt, und man muß dem Geistigen mit allerlei Künsten zu Hülfe kommen.”

Ich kann nur sagen: Dieser Trick funktioniert hervorragend. Wenn ich ein Manuskript fertig habe, lasse…

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